Es gibt neuen Dating-Trend und der ist NICHT gut!

Nach „Ghosting“ und „Benching“ ist nun der nächste schädliche Dating-Trend erblüht: „Love Bombing“. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich hierbei um die Überschüttung mit Liebe – doch Vorsicht: diese ist strategisch und zeitlimitiert.

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Mit Liebe überschüttet Foto: Kerkez/iStock/Thinkstock

Zwei Menschen lernen sich kennen, gehen aus und scheinen die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Die Frau wird überschüttet mit Liebe, bekommt ständig Geschenke und Komplimente und wird zum fixen Bestandteil seiner Zukunftspläne. Mehr Schmetterlinge hätten im Bauch gar nicht Platz – alles scheint perfekt. Doch dann der abrupte Wandel: Sie möchte sich mit ihrer besten Freundin treffen und schon flippt der „Love Bomber“, der in der Regel ein Mann ist, aus. Sie versteht die Welt nicht mehr.

Alles nur geplant!

Nach einigen Tagen steht er aber wieder mit Blumen vor der Tür und ist erneut zärtlich und fürsorglich, verspricht ihr den Himmel auf Erden. Diese Szene macht er ab diesem Zeitpunkt aber regelmäßig. Sein Verhalten ist vorsätzlich, denn solch einem Mann geht es nicht um Liebe oder eine Beziehung, in der beide Partner auf Augenhöhe sind, sondern um Kontrolle. Von Anfang an ist es seine Absicht, die Partnerin von sich abhängig zu machen und sie zu dirigieren. Sein gesamtes Vorgehen ist geplant: Wer ist das Opfer, wie binde ich es an mich, wann ändert sich die Lage und wie mache ich Schluss? US-Psychologen schlagen Alarm, denn wer sich in diesen Charakter verliebt, hat es mit einem Psychopathen oder Soziopathen zu tun.

Mit Vorsicht zu genießen

Doch das ist nicht der einzige Begriff, der in den Medien derzeit inflationär gebraucht wird, sondern auch „Ghosting“ und „Benching“. Während sich beim ersteren der Schwarm plötzlich und unerklärlich aus dem Staub macht, wird beim letzteren jemand ewig lange warm gehalten, bis jemand besseres kommt. Wie auch diese beiden Phänomene ist „Love Bombing“ ein aktuell vieldiskutierter „Trend“, obwohl er bereits in den 70ern in Umlauf war. Die Vereinigungskirche machte sich diese manipulative Methode zu ihrem Instrument, um neue Anhänger für ihre Sekte zu gewinnen. Davor geschützt sind nur jene Menschen, die ein gesundes Selbstbewusstsein und –vertrauen haben, sich daher von märchenhaften Versprechen nicht blenden lassen und misstraurisch sind. Plant jemand schon in der ersten Woche seine Zukunft mit Ihnen, ist Skepsis und Bedacht ratsam.