Psychologie: Wie funktioniert die Partnerwahl?

Sieht Ihr Partner oder Ihre Partnerin zufällig einem Elternteil von Ihnen ähnlich? Wenn ja, untermauern Sie damit Studienerkenntnisse, denn Forschern zufolge tendieren wir dazu, uns von vertrauten Gesichtern angezogen zu fühlen.

psychologie-partnerwahl.jpg
Sehen Sie die Ähnlichkeit? Foto: Dennis Van Tine / dpa Picture Alliance/CATARINA ERIC / Gamma / picturedesk.com

Es kommt nicht selten vor, dass wir uns bei manchen Paaren, die gemeinsam spazieren gehen, unsicher sind, ob sie Liebende oder Geschwister sind. Das ist jedoch keine Seltenheit – vergleichen Sie dazu einfach Fotos von heterosexuellen Paaren mit denen ihrer Eltern.

Freuds Theorie bleibt umstritten

Bereits 1913 sprach Sigmund Freud vom Elektra- und Ödipuskomplex, nur dass diese neuere Erkenntnis, dem Psychoanalytiker zum Trotz, nicht davon ausgeht, dass Menschen im Insgeheimen sich dem Elternteil mit entgegengesetztem Geschlecht hingezogen fühlt. Frauen tendieren demnach einfach nur dazu, Partner zu wählen, deren Gesicht ein wenig dem ihrer Väter ähneln und Männer fühlen sich von Frauen angezogen, die leicht ihren Müttern ähnlich sind. Mehr ist da nicht dahinter! Diese Ähnlichkeiten beziehen sich auch auf die Körpergröße, Haarfarbe, Augenfarbe, Herkunft und sogar auf das Ausmaß der Körperbehaarung.

Beziehung wesentlich

Dabei ist jedoch auch die Beziehung zu dem jeweiligen Elternteil von Bedeutung. Jene Personen, die als Kind eine positive Verbindung zu Mutter beziehungsweise Vater hatten, tendieren eher zu einem ähnlich aussehenden Partner als diejenigen, die keine so gute Beziehung hatten.